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10 häufige Fragen zur Vogelgrippe

Geschrieben am28. Februar 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von ruegen | 3 Kommentare

Was soll ich tun, wenn ich tote Vögel finde?
Finden Sie einen einzelnen toten Singvogel (im Garten oder woanders) besteht kein Anlass zur Sorge. Singvögel erkranken selten an Vogelgrippe. Erst wenn mehr als fünf Vögel gleichzeitig auf einer zusammenhängenden Fläche aufgefunden werden, sollten sie die Polizei, die Feuerwehr oder das Veterinäramt verständigen. Besondere Vorsicht gilt bei toten Wasservögeln. Informieren Sie hier die offiziellen Stellen auch bei nur einem toten Tier. Bei allen toten Vögeln gilt: Nicht anfassen und liegen lassen!

Kann ich mich gegen die Vogelgrippe-Viren impfen lassen?
In Deutschland gibt es derzeit keinen zugelassenen Impfstoff gegen diese Viren. Die WHO wird ihre Empfehlung für die Herstellung eines solchen Impfstoffs erst aussprechen, wenn die erste Mensch-zu-Mensch-Übertragung nachgewiesen ist.
Was bringt eine herkömmliche Grippeimpfung?
Mit dem für die aktuelle Saison angepassten Grippe-Impfstoff ist man nicht gegen das Vogelgrippe-Virus gewappnet. Mit der Impfung kann man aber die Gefahr einer Kombination der beiden Virusarten eindämmen. Wichtig: Eine Influenza-Schutzimpfung bietet erst nach etwa zwei Wochen vollen Schutz. Sie ist auf alle Fälle bei chronisch kranken und älteren Menschen zu empfehlen.

Sind meine Haustiere in Gefahr?
Nicht nur Huhn und Pute sind anfällig für das so genannte Vogelgrippe-Virus: Auch Piepmatz, Miezekatze, Pferde und Schweine können sich anstecken. Was tun? Erstmal besteht keine akute Gefahr. Doch lohnt es sich, die Katze nicht in der Nähe von Zugvögel-Stationen streunen zu lassen. Von Säugetier “Haustier” zu Säugetier “Mensch” ist das Virus nämlich gefährlicher als von Vogel zu Mensch. Mehr zu dem Thema lesen Sie in unserem Dossier auf der Seite “Haustiere und Vogelgrippe”.

Muss ich Angst vor Tauben im Stadtpark haben?
Tauben sind nicht sehr empfänglich für das Vogelgrippevirus. Falls sie sich doch angesteckt haben, so scheiden sie das Virus nur in sehr geringem Maße aus. Daher werden Tauben von Experten des Bayerischen Verbraucherschutzministeriums nicht als Risikotiere betrachtet. Trotzdem gilt: Tauben und alle anderen Vögel wie Schwäne und Enten nicht füttern.

Muss ich Geflügel und Eier vom Speiseplan nehmen?
Nein. Derzeit können Geflügel und Eier noch bedenkenlos verzehrt werden. Der Import von Geflügel aus Risikoregionen in die EU-Staaten ist verboten. Außerdem ist das Infektionsrisiko bei direktem Kontakt mit Geflügel viel höher. Die Lebensmittel sollten aber in jedem Fall gekocht werden: Bei Temperaturen von über 70 Grad Celsius wird das Virus zuverlässig abgetötet. Das gilt für Fleisch wie für Eier.

Gibt es noch Eier aus Freilandhaltung?
Die Eier der nunmehr eingesperrten Freilandhühner dürfen derzeit weiter als “Freilandeier” verkauft werden. Untergebracht sind die Tiere nicht in Käfigen sondern in Ställen, in denen sie in der kalten Jahreszeit ohnehin viel Zeit verbringen. Wie bei Käfigeiern besteht derzeit keine Gefahr, sich über Eier anzustecken.

Kann ich in ein Risikogebiet reisen?
Ja. Reisende in den betroffenen Ländern sind derzeit nicht in Gefahr. Jedoch ist es wichtig, Bauernhöfe und Geflügelmärkte zu meiden und auch sonst keine Hühner, Enten oder andere Vögel anzufassen. Man sollte auch den Kontakt mit Oberflächen meiden, die mit Geflügel in Kontakt waren. Außerdem auf ausreichende Hygiene (häufiges Händewaschen) achten.

Kann ich von einer gebuchten Reise zurücktreten?
Aus Angst vor Vogelgrippe kann keine Reise kostenlos storniert werden, so lange das Auswärtige Amt keine offizielle Reisewarnung ausgesprochen hat. Nach Ansicht von Juristen wäre eine kostenlose Stornierung ohne offizielle Reisewarnung nur möglich, wenn sich das Hotel in einem Vogelgrippe-Sperrgebiet befindet.

Was kann ich tun, wenn ich mich in einem Risikogebiet aufhalte?
Wie bei anderen infektiösen Krankheiten gilt: Man sollte gewisse Hygienestandards wahren. Dazu gehört häufiges, gründliches Händewaschen mit Seife oder alkoholischen Lösungen. Genauso wichtig ist ein Blick in den Topf: Ist das Huhn und das Ei darin gründlich durchgekocht? Wurde in der Küche sorgfältig mit dem rohen Fleisch hantiert?
Quelle: ARD

Kindermalwettbewerb: “Kinder nehmt den Pinsel und malt für diese Insel”"

Geschrieben am28. Februar 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von ruegen | Keine Kommentare

Was fällt Dir gerade ein, wenn Du an Rügen denkst?

Das AQUAMARIS ruft alle Kinder zum Malwettbewerb auf. Bringe Deine Gedanken zu Papier und sende das Kunstwerk an die AQUAMARIS Strandresidenz Rügen. Einsendeschluss ist Montag, der 06. März 2006.

Die schönsten Bilder werden in der hoteleigenen Galerie ausgestellt und im Internet auf www.ruegenerleben.de veröffentlicht.

Mach mit und gewinne einen erlebnisreichen Nachmittag mit Deinen Eltern im hoteleigenen Freizeitbereich mit Schwimmbad, Sauna, Kegelbahn, Dart und Billard. Und obendrauf gibt´s ein großes Eis.

Einsendungen bitte an

AQUAMARIS  Strandresidenz Rügen

Stichwort: Malwettbewerb
Wittower Strasse 4
18556 Seebad Juliusruh

Liebe Journalisten

Geschrieben am27. Februar 2006 in Bild des Tages | add to del.icio.us von ruegen | 1 Kommentar

Kommt zurueck Ihr habt unser letztes Hemd vergessen

Kommt zurück, Ihr habt unser letztes Hemd vergessen

Positive Neuigkeiten!

Geschrieben am27. Februar 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von ruegen | Keine Kommentare

Guten Tag Herr Mertens,
endlich auch mal positive Nachrichten – sofern Sie diese nicht schon kennen. Die Bundeswehr zieht heute in größerem Umfang ab. Nur noch Teile der Bundeswehr werden auf der Insel verbleiben. Auch die Dekontamination auf dem Rügendamm wird heute Nacht abgebaut.
Je nach Entwicklung der nächsten Tage steht auch in Aussicht, dass die Deko in Juliusruh abgebaut bzw. verlagert wird. Ich habe dies so auch gegenüber der Landrätin empfohlen und Frau Kassner wird diese Möglichkeit in Erwägung ziehen.
Das Problem ist allerdings, dass mit Beginn des Vogelzuges kaum Prognosen gemacht werden können.
Jedenfalls: die öffentliche Wahrnehmung von Soldaten wird sich deutlich verringern.
Mit freundlichen Grüßen
R. Kammann

Ostseezeitung: Kommentar von Nick Vogler

Geschrieben am27. Februar 2006 in Presse | add to del.icio.us von ruegen | Keine Kommentare

In Horrorfilmen sorgen neben bedrohlichen Szenarien oft Politiker für Spannung. Sie beschwichtigen, verhindern oder zeichnen sich durch Inkompetenz aus. Da regt sich beim Betrachter die Wut. Jetzt haben wir die Vogelgrippe in Deutschland. Zugegeben – kein Horrorszenario. Aber im Land ein erklärter Katastrophenfall. Und die Politiker üben ihre Rollen filmreif aus.
Als die Seuche an die Küste kam, handelten die Verantwortlichen, als habe es keinerlei Warnungen gegeben. Bloß keine Touristen verschrecken, war das Motto von Rügens Landrätin. Doch dem Landkreis fehlte es im richtigen Moment
an Leuten, Material, Konzepten. Genau diese Mängel bei der Tierseuchenbekämpfung hatte die EU-Kommission deutschlandweit bereits im Jahr 2003 angemahnt.
Agrarminister Backhaus weist diese Kritik zurück. Dabei war auch bei seinem Handeln wenig Konzept zu erkennen. Erst wurde aus Schwerin an der Arbeitsweise auf Rügen herumgemäkelt, dann stellte Backhaus ein unsinniges Ultimatum zum Wegräumen toter Vögel und verfiel anschließend in Aktionismus. Er ordnete beispielsweise das prophylaktische Töten von Geflügelbeständen an.
Über die Konsequenzen wird später zu reden sein, hat Backhaus in Richtung Rügen gesagt. Dann wird aber auch seine Arbeit auf den Prüfstand gestellt. Missmanagement wirft die Opposition dem Minister vor.

Der wird gute Argumente benötigen, um einer möglichen Konsequenz zu begegnen: Der Forderung nach dem Rücktritt.

Dreharbeiten mit Robbie trotz Vogelgrippe

Geschrieben am27. Februar 2006 in Presse | add to del.icio.us von ruegen | Keine Kommentare

Die Dreharbeiten zur sechsten Staffel der ZDF-Familienserie „Hallo Robbie!“ sollten trotz der Vogelgrippe auf der Insel Rügen planmäßig und mit Karsten Speck beginnen. Der Drehstart für zehn neue Folgen sei für Anfang Mai geplant, sagte eine Sprecherin der Filmproduktionsfirma Phoenix.

Frau Reifenrath aus der Lüneburger Heide sagt:

Geschrieben am26. Februar 2006 in Urlauber | add to del.icio.us von ruegen | Keine Kommentare

“Natürlich habe ich mir erst einmal die Meinung von unserem Revierförster (über 40 Jahre im Amt) und unserer Hausärztin eingeholt. Diese beiden meldeten jedoch keinerlei Bedenken an, sodass ich auch ohne Sorge mit meinen drei Kindern angereist bin. Man sollte eigentlich in Zeiten, in denen mehr Gefahr durch BSE und andere verbraucherbedrohende Krankheiten besteht, nicht die weniger für den Menschen gefährliche Vogelgrippe in den Mittelpunkt rücken. Die Medien betreiben eine Imageschädigung des Standortes Deutschland.”

Rügen ein Wintermärchen?

Geschrieben am26. Februar 2006 in Bild des Tages | add to del.icio.us von ruegen | Keine Kommentare

Rügen - ein Wintermärchen

Deutschland erwache!

Es ist viertel vor zwölf

WamS: Wenn der Hotelchef zum Seelsorger wird

Geschrieben am26. Februar 2006 in Presse | add to del.icio.us von ruegen | Keine Kommentare

Seit einer Woche herrscht auf Rügen Katastrophenalarm. Nicht Urlauber, sondern Fernsehteams bevölkern nun die Insel, die vom Tourismus lebt. Die Rügener fürchten um das Image der Wellness-Insel

 

Das Morgenlicht funkelt heiter auf der Wasseroberfläche des Hotelpools, Gäste in weißem Bademantel durchblättern die Morgenzeitung, hinter der Glasscheibe schwitzt einer eifrig auf dem Crosstrainer. Man entschlackt an diesem Ort der Frische, man badet in Heilschlamm, tankt Sauerstoff und Vitamine. Rügen, der perfekte Wellness-Standort.
Doch das positive Bild ist bedroht. Denn seit vergangenem Sonntag herrscht auf Rügen offiziell Katastrophenalarm. Die Vogelgrippe hat die Insel erreicht und legt sie lahm. Mit 300 Mann ist die Bundeswehr im Einsatz. Bis gestern wurden mehr als 1500 tote Vögel gefunden, über 100 davon wurden bisher positiv auf das gefährliche H5N1-Virus getestet. 4093 Vögel aus der Nutztierhaltung wurden auf der Insel bisher vorsorglich getötet, und vor vielen Bauernhöfen tummeln sich die Fernsehteams. Doch nicht nur die Landwirte haben den Schaden. Es sind vor allem die Hoteliers, denen die schockierenden Bilder von Gasmasken und Schwankadavern das Geschäft verderben.
Für die Ostseeinsel Rügen, wo die Tourismusbranche seit der Wende wie nirgendwo sonst in den neuen Bundesländern expandierte, ist das ein fataler Imageschaden, der viele Gastronomen die Existenz kosten könnte.
Seit auf der Insel die Einsatzkräfte in Schutzanzügen die Felder absuchen und die Autos am Rügendamm durch eine Desinfektionsschleuse geleitet werden, stehen die Telefone in den Rezeptionen nicht mehr still. Ob die Vögel vom Himmel fielen, will man wissen und wie groß die “Panik auf der Insel” sei. Man muß sie ernst nehmen, diese Anrufer, denn man lebt von ihnen. Fast jede Familie hat auf die eine oder andere Weise mit dem Tourismus zu tun, mehr als 12 000 der 70 000 Inselbewohner sind im Hotelwesen oder der Gastronomie beschäftigt. Während so mancher Insulaner den Einfall von Bundeswehr und Medien erstarrt und fassungslos beobachtet, rüsten die Top-Hoteliers zum Angriff gegen Angst und schlechte Stimmung.
Peter Schwarz ist Direktor des “Vier Jahreszeiten” im Ostseebad Binz. Er gehört zu jenen Menschen, bei denen frische Hemden besonders sauber aussehen. Seine Stimme weckt Vertrauen, sein Lächeln ist das des Erfolges. Er ist richtig in seinem Beruf, und so ist es kein Zufall, daß er beim Plausch mit Gästen und Personal während des Rundgangs durch das Haus das “V-Thema” vermeidet und lieber die Ergebnisse der Olympischen Spiele bespricht.
Jene Zahlen, die er dann nennt, passen nicht recht zu seinem Lächeln: Wegen der zahlreichen Stornierungen rechne er schon jetzt mit einem merklichen Umsatzrückgang, rund 20 000 Euro in der Vorsaison. Noch bedenklicher aber sei, daß viele Buchungen in diesen Tagen gar nicht erst getätigt würden und das Ostergeschäft schlecht auszufallen drohe.
Er habe nicht damit gerechnet, daß sich die Meldungen von den infizierten Schwänen so deutlich auf die Buchungszahlen niederschlagen würden, sagt der Direktor, während sich seine Miene leicht bewölkt. “Das ist eine Größenordnung, die uns erschaudern läßt”, sagt der 39jährige. Die Medienhysterie sei das Problem und das Reizwort “Katastrophenalarm”. Diesen habe man schließlich nun ausrufen müssen, um die Bundeswehr an der Suche der Vögel zu beteiligen.
Im “Vier Jahreszeiten” demonstriert Kulanz: Auf Stornogebühren wird verzichtet, obwohl die Vogelgrippe offiziell noch nicht dazu berechtigt, den Urlaub abzusagen. “Wir sind wirtschaftlich sehr gut aufgestellt, aber für kleinere Hotels, die im Winter von der Hand in den Mund leben, wird es knapp”, sagt Schwarz. Dabei seien die Gäste zur Zeit in ihrer Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt. Die Strände seien für Spaziergänger frei zugänglich, kein Gast habe bisher einen toten Vogel gesehen.

Die Fernsehbilder erwecken einen anderen Eindruck. Und so kommt die Vogelgrippe aus Sicht der Hoteliers zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Nach den eher umsatzschwachen Jahren 2004 und 2005, die auch den Tourismus nicht verschonten, weckten die Buchungszahlen seit Jahresanfang wieder Hoffnungen. 2006 versprach ein Erfolgsjahr zu werden.
Trotz der zahlreichen Stornierungen sieht Thomas Wuitschik, der Vorsitzende des Tourismusverbandes Rügen, keinen Grund zur Panik. “Irgendwann werden die Menschen wohl oder übel erkennen, daß das Vogelgrippe-Risiko auf Rügen nicht größer ist als anderswo in Deutschland.” Der Tourismusverband denkt nun über eine umfassende Imagekampagne nach. Auch gab es bereits erste Gespräche mit den Banken. Für den Fall, daß Hotelbetreiber am Ende des Jahres wegen der Umsatzeinbußen ihre Zinstilgungsraten nicht zahlen können, käme etwa eine Aufschubregelung in Betracht.
Die Hoteliers verlassen sich indes nicht auf Hilfe von oben. “Wir gehen in die Offensive und bemühen uns verstärkt um Vermarktung”, sagt Dominic Müller. Er leitet das Wellness-Hotel “meerSinn” in Binz. Das Designhotel beherbergt vor allem ein junges Publikum. Diese Gäste reservieren meist spontan und über das Internet – in Vogelgrippezeiten sind allerdings auch sie zurückhaltend, was sich in der gesunkenen Reservierungsquote niederschlägt.
Viele skeptische Gäste rufen inzwischen im Hotel an und schildern ihre Sorgen. Dabei darf die Überzeugungsarbeit nicht zu weit gehen, sagt Müller: “Wenn ich einen Gast überrede, tue ich weder ihm noch mir einen Gefallen.” Mit einem unguten Gefühl dürfe keiner auf Rügen ankommen. Müller nennt sich nicht Hoteldirektor, sondern “Projektmanager”. Ein angemessener Titel in diesen Krisenzeiten: Mehrmals am Tag ruft er bei der Hotline des Landwirtschaftsministeriums an. Morgens wie abends gibt es ein aktualisiertes Informationsschreiben für alle Gäste. In dieser Woche wurden 1500 Karten verschickt, alle angemeldeten Gäste im vorhinein angerufen und über die Lage vor Ort informiert. Was Dominic Müller am meisten ärgert, sind Fernsehbilder, die Panik schüren: “Wir hatten hier fast mehr Kamerateams als tote Vögel.”
Auch Olaf Mertens, Direktor der Strandresidenz “Aquamaris” unweit der Halbinsel Wittow, wo die ersten erkrankten Vögel gefunden wurden, ärgert sich über die aus seiner Sicht überzogenen Darstellungen in den Medien und den Aktionismus der Einsatzkräfte, die erst verspätet, dann aber mit Blaulicht auf der Insel eingerückt wären. “Hatten die etwa Angst, daß die sterbenden Vögel flüchten könnten?” Auch bei ihm steht das Telefon nicht mehr still. “Ich komme mir bald vor wie ein Seelsorger”, erzählt der 45jährige.
Mertens lebt seit 24 Jahren auf Rügen. Schon zu DDR-Zeiten betrieb er hier eine Kneipe. Jetzt leitet er ein Haus mit 680 Betten. Alle paar Minuten zückt er sein Handy wie einen Colt. Wenn die Vögel, wie beim “Aquamaris”, auch noch das Logo zieren, hilft nur noch eines: Gegenangriff. “Die verjagen mir hier noch meine Vögel”, spöttelt er. Auf der Homepage “ruegenerleben.de” macht er Stimmung gegen die Angst. Dort findet sich das Bild eines fliegenden Kranichs, der um Ausreise bittet – Begründung in der Unterzeile: “Das Land dreht durch.”Artikel erschienen am 26. Februar 2006 WELT AM SONNTAG

Fragen und Antworten zur Vogelgrippe

Geschrieben am25. Februar 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von ruegen | Keine Kommentare

Die Ostsee-Zeitung hat bei einer Telefonaktion die drängendsten Fragen ihrer Leser rund um die Vogelgrippe beantwortet. Einiges davon ist heute in einer Zusammenfassung nachzulesen. Wie gefährdet sind mein Hund und meine Katze? Kann ich Kräuter und Gemüse aus meinem Garten essen? Muss ich mit Geflügel in der Küche jetzt besonders sorgfältig umgehen? Wie verhalte ich mich, wenn ich in meinem Garten einen toten Spatz finde? …zum Artikel bei der Ostsee-Zeitung.

Aus aktuellem Anlaß

Geschrieben am25. Februar 2006 in Allgemein, ruegenerleben | add to del.icio.us von ruegen | 1 Kommentar

Die Rügener Bevölkerung bittet die Bundesregierung, die Entscheidung der Mehrwertsteuer-Erhöhung aus gegebenem Anlaß noch einmal zu überprüfen.

Anhand von Beispielen auf der Insel Rügen verstärkt sich der Eindruck, dass die Haushaltslage in der Bundesrepublik Deutschland nicht allzu schlecht sein kann.

Tauben, die hier von Reisezügen erfasst werden, werden zur Zeit mit ganzen Feuerwehreinsätzen und mehr als vier Personen entsorgt. Wenn wir zukünftig in Deutschland jede Taube mit vier Feuerwehrleuten zu ihrer letzten Ruhestätte begleiten möchten, kann die Rügener Bevölkerung einer Steuererhöhung wohl kaum zustimmen.

Der Wahnsinn muss ein Ende haben!

P.S. Liebe Frau Merkel, wir fangen jetzt an, unsere Zugvögel zu beruhigen.

Das darf alles nicht wahr sein.

Geschrieben am25. Februar 2006 in Urlauber | add to del.icio.us von ruegen | Keine Kommentare

Vorfall auf dem Bahnhof Bergen auf Rügen am 23.02.2006, 12.39 Uhr

Am oben genannten Termin wollte ich mit dem Intercity „Arkona“ der Deutschen Bahn AG von Bergen auf Rügen nach Rostock Hbf. fahren. Der Zug kam pünktlich an, verließ den Bahnhof aber nicht zur Abfahrtszeit. Kurz danach teilte der Zugführer mit, dass sich die Abfahrt auf unbestimmte Zeit verschiebe, weil sich an der Lok ein toter Vogel befinde. Er habe die Feuerwehr verständigt, die diesen beseitigen solle.

Bei dem Vogel handelte es sich um eine Taube, die von dem Zug erfasst worden war. Auf meine Frage, was sonst bei solchen Vorfällen unternommen würde, entgegnete der Zugführer, der Vogel würde entfernt, aber jetzt, bei der Situation auf Rügen….

Die Feuerwehr rückte 15 Minuten später mit fünf Mann an. Drei ungeschützte Feuerwehrmänner, ein ungeschützter „Notfallmanager“ und ein AKW – Flüchtling in Schutzanzug, mit Schutzbrille, Atemmaske und Gummihandschuhen. Weitere drei Minuten später kamen die Herren zurück. Einer der ungeschützten Feuerwehrmänner trug einen Plastiksack mit den Resten der Taube, die anderen spazierten freudig nebenher und der Entsorger lief immer noch in voller Montur mit Mundschutz und Schutzbrille herum.

Das darf alles nicht wahr sein.

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