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“Kein Land für Kinder”

Geschrieben am25. April 2006 in Allgemein, Presse | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

“Von Severin Weiland
Der neue Familienbericht der Regierung macht wenig Hoffnung: In keinem europäischen Land gibt es einen so geringen Geburtenwunsch wie in Deutschland. Alte Rollenmuster wandeln sich nur langsam.

Berlin – Ministerin Ursula von der Leyen wird mit Wohlgefallen gelesen haben, was sich im neuesten Familienbericht der Bundesregierung zum derzeit heiß debattierten Elterngeld findet: Es ermögliche, dass “weder die Bedürfnisse der Kinder noch die beruflichen Perspektiven der Eltern, hier vor allem der Mütter, auf der Strecke bleiben”. Doch beim Elterngeld lassen es die Wissenschaftler der Sachverständigenkommission nicht bleiben. Wieder einmal verweisen sie auf die nordischen Länder als Vorbild: Sie regen ein kooperatives Zusammenwirken zum Wohle des Kindes wie in Nordeuropa an. Parallel zu den zeitlichen und finanziellen Angeboten brauche es institutionelle Betreuung in Krippe, Kindergarten und -tagesstätten sowie in der Schule.Der neue Familienbericht, den von der Leyen heute zusammen mit dem Kommissionsvorsitzenden Hans Bertram in Berlin vorstellte, kommt zu einem Zeitpunkt, da Familienpolitik die öffentliche Debatte beherrscht. Doch wirft er einen breiteren Blick auf die Familie als gemeinhin im öffentlichen Diskurs, wo der Rückgang der Geburtenzahlen, vor allem aber die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderwunsch von Frauen und Männern die Schlagzeilen dominiert.

Das Konvolut von 589 Seiten widmet sich ausführlich auch anderen, derzeit weniger prominent diskutierten Aspekten: Wie wirkt sich die sinkende Geburtenrate auf die Entwicklung der Großstädte aus? Welche Folgen hat die zunehmende Zahl von Pflegebedürftigen – schon heute werden neun von zehn Zuhause betreut – auf das künftige Familienleben? Auch den alltäglichen, in der Praxis höchst explosiven Dingen, die Familien belasten und Partnerschaften oftmals scheitern lassen, widmet sich der Bericht. Etwa den Zeitbudgets, die – zumeist – die Frauen in Erziehung und Hausarbeit aufwenden. Hier hat sich kaum etwas verbessert – im Gegenteil. Brachten die Frauen auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik 1991/92 durchschnittlich 2,2 Mal so viel Zeit für die Kinderbetreuung auf wie die Männer, so war es 2002 das 2,3-fache. Am gleichmäßigsten werde die Betreuungszeit aufgeteilt, wenn die Mütter voll erwerbstätig seien, so der Bericht.

Rollenklischees bleiben

Es gibt Dinge, die scheinen sich im Leben nicht zu ändern – trotz des rasanten Wandels gesellschaftlicher Einstellungen und Lebensformen. “Auffällig ist, dass insbesondere Jungen und Mädchen sich sehr unkritisch gegenüber traditionellen Rollenvorstellungen verhalten”, lautet eine der Einschätzungen im Bericht. Bei der Hausarbeit zum Beispiel, leidiges Streitthema in vielen Familien, hat sich kaum etwas bewegt. Ob die Mutter nun erwerbstätig ist oder nicht, Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren leisten hier deutlich mehr als Jungen. Schlussfolgerung der Wissenschaftler: im “sensiblen Punkt” der Verteilung von Familienarbeit seien noch “wenig Ansätze zur Auflösung von Geschlechtergrenzen festzustellen”.

Die Zuschreibung alter Rollen findet seine Entsprechung im Berufsleben. Teilzeitarbeit bleibt ein Phänomen der Frauen – Männer streben sie – so europaweit in Studien nachgewiesen – nicht an. Die Rolle des “Brotverdieners” hat sich kaum gewandelt – auch wenn viele, höher gebildete Väter heute sich mehr ihren Kindern widmen wollten. Die Realität sieht anders aus: Väter arbeiten nach der Geburt noch mehr. Mit ein Grund: In den Unternehmen hat noch kein Umdenken eingesetzt, auch Gewerkschaften widmeten sich diesem Thema bislang zu wenig. “Die Arbeitszeitreduzierung von Männern, auch Vätern, wird im Betrieb als unpassend empfunden”, heißt es in dem Bericht.Was die Kinderbetreuungseinrichtungen angeht, liegt die Bundesrepublik im EU-Vergleich nach Feststellung des Berichts auf den hinteren Plätzen. In Westdeutschland – der Osten steht aufgrund der historischen Ausgangslage besser da – gebe es bei den unter Drei-Jährigen nur für 2,7 Prozent Plätze in Tagesstätten. Andere Länder haben andere Wege beschritten: in den Niederlanden mieten Unternehmen Kitaplätze an, gründen Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam Stiftungen zur Kinderbetreuung.

Der lesenswerte Bericht, noch unter der früheren rot-grünen Regierung in Auftrag gegeben, fasst viele der in den letzten Jahren erhobenen Studien zu Familien und Rollenverständnis zusammen – auch auf Gebieten, die vor Jahren noch nebensächlich schienen, heutzutage aber angesichts der Debatten über Verwahrlosung von Kindern und innerhalb von Familien an Bedeutung gewinnen. Da fanden die Forscher den medialen Darstellungen durchaus entgegengesetzte Ergebnisse. So verbringen Familien heute mehr Zeit beim gemeinsamen Essen als noch vor zehn Jahren – im Durchschnitt plus 21 Minuten und kommen auf eine Stunde und 42 Minuten. “Von einer Verdrängung des Essens aus dem Zentrum alltäglicher Aktivitäten” könne also keine Rede sein.

Immer weniger wollen ein Kind

Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland zwar bei den Ausgaben für familienpolitische Leistungen mit zwei bis drei Prozent Anteil am Bruttosozialprodukt eine mittlere Stellung ein. Zum Vergleich: Dänemark gibt mit einem Anteil von vier Prozent am meisten, Italien mit einem Prozent am wenigsten aus. Doch die Ergebnisse des durchaus respektablen Aufwands sind eher bescheiden. Einen Grund sehen die Wissenschaftler darin, dass die Familienpolitik hierzulande sich bisher noch nicht an den wechselhaften, modernen Lebensläufen orientiert. Besser gestellt seien die nordischen Länder – auch durch das Angebot des Elterngeldes.

Doch die Wissenschaftler warnen vor allzu großen Erwartungen: auf die demografische Entwicklung habe die Familienpolitik nur einen “begrenzten Einfluss” – weil eine Fülle persönlicher, kultureller und ökonomischer Gründe Bedeutung für die Entscheidung zum Kind habe.

Es bleibt den Deutschen kein Trost, dass in allen europäischen Ländern bei den unter 25-jährigen der Wunsch nach Kindern sinkt. Am schwächsten aber ist er in Deutschland und in Österreich ausgeprägt. Während in Finnland, Frankreich, Dänemark, Schweden und Großbritannien die “ideale Familie” aus Sicht von 20 bis 24-jährigen Frauen statistisch gesehen bei “2,5 Kinder” liegt, wollen die meisten Deutschen nur zwei Kinder. Ost- und Westdeutschland haben sich dabei fast angeglichen.

Dass der Geburtenschwund immer mehr auch ein Problem der Männer ist, zeigt der Bericht ebenfalls. Der Kinderwunsch deutscher Männer liege bei nur 1,5. Insgesamt kommt der Bericht zu dem Schluss: Deutschland und Österreich seien “die einzigen europäischen Länder mit solchen niedrigen Vorstellungen von Familiengröße”.”

Quelle: SPIEGEL ONLINE 25. April 2006

KOMMENTAR: Ist es so verwunderlich, wenn immer mehr junge Leute heutzutage skeptisch sind und sich fragen, ob es sinnvoll ist, Kinder in eine solche Welt zu setzen?!

“Hotels an der Küste gut gebucht”

Geschrieben am18. April 2006 in Allgemein, Presse | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

“Zum Osterfest in MV mehr Gäste als 2005. Rügen zufrieden mit Auslastung der Häuser.

Rostock (dpa/OZ) Für die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern ist das Geschäft zu den Osterfeiertagen zufrieden stellend verlaufen. Hotels, Pensionen und Campingplätze empfingen zu Ostern etwa mehr Gäste als im vergangenen Jahr, wie der Geschäftsführer des Landes-Tourismusverbandes, Bernd Fischer, gestern mitteilte. Nach erster grober Schätzung waren 150 000 Urlauber im Land unterwegs. Allerdings war das Fest im vergangenen Jahr auch auf einen deutlich früheren Termin im März gefallen, was die Reiselust gehemmt hatte. Ebenso wie damals entwickelte sich die Nachfrage nach Fischers Schilderung auch in diesem Jahr sehr kurzfristig. Zwei Wochen vor dem Fest seien noch mehr als die Hälfte der Unterkünfte frei gewesen. Das vorhergesagte verhältnismäßig gute Wetter habe dann aber doch viele Leute noch zu Kurztrips veranlasst. Auch die Häuser auf der von der Vogelgrippe besonders getroffenen Insel Rügen seien mit 60 bis 65 Prozent Auslastung gut gebucht gewesen. Gut verlief der Saisonauftakt auch für die Campingfreunde. Die Platzbetreiber seien mit der Nachfrage zufrieden oder sogar positiv überrascht gewesen, sagte der Geschäftsführer des Campingverbands, Michael Hecht. „Nach dem langen Winter wollten die Leute jetzt einfach ‘raus.“ Auch Hecht schätzte das Ergebnis etwas besser als im vergangenen Jahr ein. Fischer berichtete, die Gäste hätten vor allem ausspannen und gut essen wollen. Besonders Hotels mit Wellness-Angeboten seien deshalb sehr gefragt gewesen. Die Gastronomen hätten sich ebenfalls zufrieden geäußert. Für die Vermieter von Ferienwohnungen sei es dagegen noch zu kühl gewesen. Angesichts des zunehmenden Angebots habe sich der Wettbewerb verschärft, besonders Anbieter mit mangelhaftem Werbeauftritt seien nicht gut ausgelastet gewesen. „Da muss sich mancher beim Marketing etwas einfallen lassen und auch über das Preis-Leistungs-Verhältnis nachdenken“, sagte Fischer. In den nächsten beiden Monaten will die Branche mit einer groß angelegten Werbekampagne das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern noch stärker bekannt machen. Die Fertigstellung der Autobahn 20 macht sich nach Fischers Angaben auch weiterhin positiv bemerkbar. Zunehmend kämen auch Kurzzeitgäste aus Hamburger, Schleswig-Holstein und Niedersachsen nach Mecklenburg-Vorpommern.”

Zum Osterfest in MV mehr Gäste als 2005. Rügen zufrieden mit Auslastung der Häuser.


Rostock (dpa/OZ) Für die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern ist das Geschäft zu den Osterfeiertagen zufrieden stellend verlaufen. Hotels, Pensionen und Campingplätze empfingen zu Ostern etwa mehr Gäste als im vergangenen Jahr, wie der Geschäftsführer des Landes-Tourismusverbandes, Bernd Fischer, gestern mitteilte. Nach erster grober Schätzung waren 150 000 Urlauber im Land unterwegs.

   Allerdings war das Fest im vergangenen Jahr auch auf einen deutlich früheren Termin im März gefallen, was die Reiselust gehemmt hatte. Ebenso wie damals entwickelte sich die Nachfrage nach Fischers Schilderung auch in diesem Jahr sehr kurzfristig. Zwei Wochen vor dem Fest seien noch mehr als die Hälfte der Unterkünfte frei gewesen. Das vorhergesagte verhältnismäßig gute Wetter habe dann aber doch viele Leute noch zu Kurztrips veranlasst. Auch die Häuser auf der von der Vogelgrippe besonders getroffenen Insel Rügen seien mit 60 bis 65 Prozent Auslastung gut gebucht gewesen.

   Gut verlief der Saisonauftakt auch für die Campingfreunde. Die Platzbetreiber seien mit der Nachfrage zufrieden oder sogar positiv überrascht gewesen, sagte der Geschäftsführer des Campingverbands, Michael Hecht. „Nach dem langen Winter wollten die Leute jetzt einfach ‘raus.“ Auch Hecht schätzte das Ergebnis etwas besser als im vergangenen Jahr ein. Fischer berichtete, die Gäste hätten vor allem ausspannen und gut essen wollen. Besonders Hotels mit Wellness-Angeboten seien deshalb sehr gefragt gewesen. Die Gastronomen hätten sich ebenfalls zufrieden geäußert. Für die Vermieter von Ferienwohnungen sei es dagegen noch zu kühl gewesen. Angesichts des zunehmenden Angebots habe sich der Wettbewerb verschärft, besonders Anbieter mit mangelhaftem Werbeauftritt seien nicht gut ausgelastet gewesen. „Da muss sich mancher beim Marketing etwas einfallen lassen und auch über das Preis-Leistungs-Verhältnis nachdenken“, sagte Fischer. In den nächsten beiden Monaten will die Branche mit einer groß angelegten Werbekampagne das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern noch stärker bekannt machen.

   Die Fertigstellung der Autobahn 20 macht sich nach Fischers Angaben auch weiterhin positiv bemerkbar. Zunehmend kämen auch Kurzzeitgäste aus Hamburger, Schleswig-Holstein und Niedersachsen nach Mecklenburg-Vorpommern.

Quelle: OZ vom 18. April 2006

Kommentar: Die Insel Rügen – Ihr Urlaubsparadies an der Ostsee!

JAZZ im AQUAMARIS

Geschrieben am11. April 2006 in Allgemein, Presse, Urlauber | add to del.icio.us von vogel | 1 Kommentar

Am 10. April 2006 um 20.30 Uhr war es soweit: die dänische Jazz-Formation “QUARTz” gastierte im Saal “Gorch Fock” des Wittower Hotels “AQUAMARIS Strandresidenz Rügen”. Wer hier eine Band erwartete, die gängige Jazz-Klassiker oder deren Adaptionen darbot, wurde gründlich eines Besseren belehrt! Die vier jungen Dänen – hoch ambitionierte Vollblut-Musiker, begeisterten ausschliesslich mit eigenen Kompositionen. Einziger Wermutstropfen: trotz entsprechender Bekanntmachung vorab (u.a. OZ) waren gerade mal zehn Personen erschienen. Dies allerdings schien das skandinavische Quartett nicht davon abzuhalten, das gesamte Repertoire ihres Könnens unter Beweis zu stellen. Fazit: eine absolut gelungene Veranstaltung in Juliusruh – nicht nur für Jazz-Liebhaber! Andreas, Mads, Frederik und Kasper von jenseits der Ostsee spielen nicht, sie zelebrieren ihre Musik. Und wer nicht da war, hat auf jeden Fall was versäumt, aber die zweite Chance auf Rügen – heute abend in Putbus spielt “QUARTz” nochmals auf!

(weitere Termine in MV und an der Ostseeküste 12.04. Rostock/ 13.04. Greifswald)!

Unsere Empfehlung für Kultur im Urlaub auf der Insel Rügen!

“Ebnet sieht noch Potenzial im Tagungstourismus”

Geschrieben am10. April 2006 in Allgemein, Bild des Tages, Presse | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

“Rostock (dpa) Mecklenburg-Vorpommern will sich auf dem internationalen Markt für Tagungstourismus stärker positionieren. „Pro Jahr gibt es im Land rund 76 000 Tagungen und Kongresse“, sagte Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD) am Wochenende. Die Veranstaltungen werden von etwa zwei Millionen Teilnehmern besucht. „Im Tagungsmarkt wurden in MV 2004 mehr als eine halbe Milliarde Euro umgesetzt“, sagte Ebnet. Insgesamt werden jährlich im Tourismus mehr als fünf Milliarden Euro erwirtschaftet. „Wer erstmal auf einer Tagung hier war, ist leichter als Urlauber zu gewinnen.“ Durch die Fertigstellung der Autobahn 20 Lübeck – Stettin sei nun jeder Ort im Land so erreichbar, „wie wir das immer wollten“, betonte der Minister. Deshalb sei das Land als Tagungsort inzwischen verstärkt im Fokus von Unternehmen aus Hessen, Bayern oder Baden-Württemberg. Ein weiteres Beispiel sei Ford aus Köln. Das Unternehmen ist in diesen Wochen nach Rostock-Warnemünde gekommen und präsentiert drei Wochen lang rund 2600 Händlern und Verkäufern neue Modelle. Ebnet: „Vom Tagungsraum schaut man lieber aufs Meer als auf ein Häusermeer.“ Bei der Summe der Veranstaltungen machten die großen Tagungen mit mehr als 250 Teilnehmern nur einen kleinen Teil der Nachfrage aus. „Diese haben aber eine große Werbewirkung, von der wir dann über lange Zeit hinweg profitieren“, sagte der Minister. Gute Argumente für MV im internationalen Wettbewerb der Tagungsorte seien moderne Anlagen und freie Kapazitäten vor allem außerhalb der Saison, repräsentative Schlösser, Herrenhäuser und Villen mit guter Infrastruktur sowie ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis.

Rostock (dpa) Mecklenburg-Vorpommern will sich auf dem internationalen Markt für Tagungstourismus stärker positionieren. „Pro Jahr gibt es im Land rund 76 000 Tagungen und Kongresse“, sagte Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD) am Wochenende. Die Veranstaltungen werden von etwa zwei Millionen Teilnehmern besucht. „Im Tagungsmarkt wurden in MV 2004 mehr als eine halbe Milliarde Euro umgesetzt“, sagte Ebnet. Insgesamt werden jährlich im Tourismus mehr als fünf Milliarden Euro erwirtschaftet. „Wer erstmal auf einer Tagung hier war, ist leichter als Urlauber zu gewinnen.“ Durch die Fertigstellung der Autobahn 20 Lübeck – Stettin sei nun jeder Ort im Land so erreichbar, „wie wir das immer wollten“, betonte der Minister. Deshalb sei das Land als Tagungsort inzwischen verstärkt im Fokus von Unternehmen aus Hessen, Bayern oder Baden-Württemberg. Ein weiteres Beispiel sei Ford aus Köln. Das Unternehmen ist in diesen Wochen nach Rostock-Warnemünde gekommen und präsentiert drei Wochen lang rund 2600 Händlern und Verkäufern neue Modelle. Ebnet: „Vom Tagungsraum schaut man lieber aufs Meer als auf ein Häusermeer.“ Bei der Summe der Veranstaltungen machten die großen Tagungen mit mehr als 250 Teilnehmern nur einen kleinen Teil der Nachfrage aus. „Diese haben aber eine große Werbewirkung, von der wir dann über lange Zeit hinweg profitieren“, sagte der Minister. Gute Argumente für MV im internationalen Wettbewerb der Tagungsorte seien moderne Anlagen und freie Kapazitäten vor allem außerhalb der Saison, repräsentative Schlösser, Herrenhäuser und Villen mit guter Infrastruktur sowie ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis.

Rostock (dpa) Mecklenburg-Vorpommern will sich auf dem internationalen Markt für Tagungstourismus stärker positionieren. „Pro Jahr gibt es im Land rund 76 000 Tagungen und Kongresse“, sagte Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD) am Wochenende. Die Veranstaltungen werden von etwa zwei Millionen Teilnehmern besucht. „Im Tagungsmarkt wurden in MV 2004 mehr als eine halbe Milliarde Euro umgesetzt“, sagte Ebnet. Insgesamt werden jährlich im Tourismus mehr als fünf Milliarden Euro erwirtschaftet. „Wer erstmal auf einer Tagung hier war, ist leichter als Urlauber zu gewinnen.“

Durch die Fertigstellung der Autobahn 20 Lübeck – Stettin sei nun jeder Ort im Land so erreichbar, „wie wir das immer wollten“, betonte der Minister. Deshalb sei das Land als Tagungsort inzwischen verstärkt im Fokus von Unternehmen aus Hessen, Bayern oder Baden-Württemberg. Ein weiteres Beispiel sei Ford aus Köln. Das Unternehmen ist in diesen Wochen nach Rostock-Warnemünde gekommen und präsentiert drei Wochen lang rund 2600 Händlern und Verkäufern neue Modelle. Ebnet: „Vom Tagungsraum schaut man lieber aufs Meer als auf ein Häusermeer.“

Bei der Summe der Veranstaltungen machten die großen Tagungen mit mehr als 250 Teilnehmern nur einen kleinen Teil der Nachfrage aus. „Diese haben aber eine große Werbewirkung, von der wir dann über lange Zeit hinweg profitieren“, sagte der Minister. Gute Argumente für MV im internationalen Wettbewerb der Tagungsorte seien moderne Anlagen und freie Kapazitäten vor allem außerhalb der Saison, repräsentative Schlösser, Herrenhäuser und Villen mit guter Infrastruktur sowie ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis.

Rostock (dpa) Mecklenburg-Vorpommern will sich auf dem internationalen Markt für Tagungstourismus stärker positionieren. „Pro Jahr gibt es im Land rund 76 000 Tagungen und Kongresse“, sagte Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD) am Wochenende. Die Veranstaltungen werden von etwa zwei Millionen Teilnehmern besucht. „Im Tagungsmarkt wurden in MV 2004 mehr als eine halbe Milliarde Euro umgesetzt“, sagte Ebnet. Insgesamt werden jährlich im Tourismus mehr als fünf Milliarden Euro erwirtschaftet. „Wer erstmal auf einer Tagung hier war, ist leichter als Urlauber zu gewinnen.“ Durch die Fertigstellung der Autobahn 20 Lübeck – Stettin sei nun jeder Ort im Land so erreichbar, „wie wir das immer wollten“, betonte der Minister. Deshalb sei das Land als Tagungsort inzwischen verstärkt im Fokus von Unternehmen aus Hessen, Bayern oder Baden-Württemberg. Ein weiteres Beispiel sei Ford aus Köln. Das Unternehmen ist in diesen Wochen nach Rostock-Warnemünde gekommen und präsentiert drei Wochen lang rund 2600 Händlern und Verkäufern neue Modelle. Ebnet: „Vom Tagungsraum schaut man lieber aufs Meer als auf ein Häusermeer.“ Bei der Summe der Veranstaltungen machten die großen Tagungen mit mehr als 250 Teilnehmern nur einen kleinen Teil der Nachfrage aus. „Diese haben aber eine große Werbewirkung, von der wir dann über lange Zeit hinweg profitieren“, sagte der Minister. Gute Argumente für MV im internationalen Wettbewerb der Tagungsorte seien moderne Anlagen und freie Kapazitäten vor allem außerhalb der Saison, repräsentative Schlösser, Herrenhäuser und Villen mit guter Infrastruktur sowie ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis.”

Quelle: OZ vom 10. April 2006

UNSER KOMMENTAR: Außergewöhnlich tagen an der Ostseeküste – der frische Wind für IhreTagung!!! Taungstourismus in MV: innovativ und kreativ sein – wo, wenn nicht am Meer?

Frühling an der Ostsee1.jpg

“Boltenhagener Nixe auf Rügen wieder aufgetaucht – oder?”

Geschrieben am5. April 2006 in Allgemein, Bild des Tages, Urlauber | add to del.icio.us von vogel | 2 Kommentare

die Nixe von Boltenhagen Foto: Karl-Ernst Schmidt
“In Boltenhagen war die Bronze-Nixe am Neujahrstag 2005 plötzlich aufgetaucht. Nachdem es erheblichen Streit um die Vermarktungsrechte gegeben hatte, war sie ebenso plötzlich wieder weg….Jetzt sitzt die Nixe im Ostseebad Sellin auf Rügen. Angeblich weiß niemand, wie sie dort hinkam und warum. Im Gegensatz zu Boltenhagen wird ihr Auftauchen in Sellin aber von einer Pressemitteilung des Landestourismusverbandes samt Foto begleitet. Da die Pressemitteilung allerdings mit einer Sperrfrist zum 1. April versehen wurde, könnte es sich auch einfach um einen Aprilscherz handeln:

Zitat: Die schöne Nixe von Boltenhagen sonnt sich jetzt vor der Seebrücke in Sellin. So geheimnisvoll wie die Meerjungfrau Anfang März verschwunden war, so plötzlich ist sie jetzt auf Deutschlands größter Insel wieder aufgetaucht. Am Donnerstag entdeckte ein Urlauber die nackte Schönheit, auf einem Stein sitzend, unweit der Seebrücke.
Ähnlich wie im Ostseebad Boltenhagen beginnt jetzt das große Rätselraten über ihre Herkunft. Dazu Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Die Kleine Meerjungfrau von Kopenhagen oder Nessi aus den modrigen Tiefen des Loch Ness in Schottland – seit jeher faszinieren Fabelwesen die Menschen und ziehen sie fast magisch an. Rügen hat mit der Nixe über Nacht einen neuen Besuchermagneten bekommen. Sollte sich die Meerjungfrau längere Zeit auf der Insel aufhalten, werden sich, wie das Beispiel von Boltenhagen gezeigt hat, regelrechte Pilgerströme nach Sellin einstellen. Rechtzeitig zu Ostern ist sie übrigens auch ein schönes Ausflugsziel für einen Spaziergang.“
Bei Fragen, warum das in Bronze gegossene Fabelwesen gerade auf der Insel Rügen auftauchte, zucken Tourismusexperten und Einheimische die Schultern. So viele Bewunderer und Besucher die Ostsee-Nixe seit ihrem Erscheinen am 1. Januar 2005 in Boltenhagen auf der einen Seite gehabt hat, so heftig tobte auf der anderen ein Streit über Urheber- und Vermarktungsrechte. Möglich, dass sich die Geschichte auf Rügen positiv entwickelt und die Freude über das Erscheinen so manche Gemüter beruhigt und dafür umso mehr Gäste nach Rügen lockt.

Nach den Bildern von toten Vögeln und Menschen in Schutzanzügen zu Beginn des Jahres ist die Nixe auf jeden Fall ein wesentlich angenehmerer Anblick… Sofern sie wirklich in Sellin auf einem Felsen sitzt. Kann jemand nachsehen und bescheid sagen?”
Quelle: Jan Tißler/ MVweb, 1. April 2006

2006 nixe auf Rügen.jpg
Quelle Foto: Landestourismusverband MV

KOMMENTAR: Hat schon jemand nachgesehen im Ostseebad Sellin? – Wäre doch schön, wenn dieses Kunstwerk Mecklenburg-Vorpommern und der Ostseeküste erhalten bliebe, oder?

“Faszination Meer im Blick”

Geschrieben am5. April 2006 in Allgemein, Bild des Tages, Urlauber | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

Was gibt es schöneres, als im Urlaub eine Aussicht auf das Meer
zu
haben? Und das möglichst auch noch direkt vom Feriendomizil aus.
Das gibt ein Erwachen – gleich morgens beim Aufstehen ein erster

Blick auf die hohe See! Abends die Sonne bei einem Glas Wein im Meer
versinken sehen, oder einfach nur die Geräusche und den Geruch des nahen Meeres genießen.
Dabei gibt es grundverschiedene Arten von einem Meerblick …
Da gibt es den Blick aus dem 10. Stockwerk direkt auf einen
Sandstrand an der belgischen Nordseeküste, den man durch ein großes Atelierfenster sogar vom Bett aus genießen kann.
Es gibt den Ausblick auf die Ostsee direkt von der Terrasse eines
Ferienhauses auf einer kleinen Insel in der “dänischen Südsee” aus, welches nur 50 m vom Inselstrand entfernt liegt. Der Blick auf das azurblaue Mittelmeer und die Bucht von St. Tropez kann besonders gut aus dem Überlaufpool einer provenzalischen Villa an der französischen Cote d´Azur genossen werden. Auf einem Hügel im Hinterland der portugiesischen Algarveküste gelegen, bietet eine Villa mit Pool einen fantastischen Panoramablick über Obstplantagen bis hin zum nahen Atlantik. Von der Dachterrasse eines historischen Ferienhauses an Liguriens bergiger Küste kann man zwischen Hügeln hindurch und über typische Wehrdörfer hinweg auf das türkisfarbene Mittelmeer blicken.
Oder man bevorzugt ein reetgedecktes Haus direkt hinter einem Deich in Norddeutschland gelegen, durch dessen Butzenfenster man bei einem steifen Grog die Schaumkronen der tosenden Nordsee beobachten kann.

             Und das sind noch lange nicht alle Varianten eines Meerblickes ..."
Quelle: presseportal.de vom 4. April 2006

KOMMENTAR:

…Genau und deshalb haben wir uns gedacht, wir fügen noch einige
Augen – Blicke von der Insel Rügen hinzu…

Strand-Daemmerung.JPGNatur Paradies.jpgMeeresrauschen.JPG

“Traumziel Rügen – und wie ich es ganz genau wissen wollte…

Geschrieben am3. April 2006 in Allgemein, Presse | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

….oder: Schwäneknutschen verboten

Von Philipp Berger * 24.02.2006

“Schon wieder fünfzig tote Schwäne auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern!”, tönte es aus dem Radio. In der Tagesschau hieß es, es gebe nicht genügend Helfer, um die toten Schwäne einzusammeln, die auf Rügen wohl zu “Abertausenden” tot herumliegen würden. Seit einer Woche spielte ich mit dem Gedanken, eine Rügenrundreise zu unternehmen. Jetzt wollte ich es genau wissen.

Ich suchte mir die Nummer des Gesundheitsamtes des Landkreises Rügen heraus. Das nahm einige Zeit in Anspruch. Ich konnte auf der offiziellen Rügen-Seite keine Angaben dazu finden. Panik machte sich in mir breit. Es war Freitag, die Zeit lief mir davon, mittags würden sicher alle Behörden im Wochenende sein. Ich hatte Glück. Der Notplan sah für die Angestellten an diesem Tag etwas anderes vor. Als ich die Nummer gefunden hatte war es zwar Nachmittag. Am anderen Ende meldete sich dennoch eine Frau. Sie hörte sich kurz mein Anliegen an und verband mich anschließend mit einer Expertin, Frau Schmidt hieß sie.

Frau Schmidt konnte es offensichtlich kaum erwarten, mich vor der Gefährlichkeit dieses Virus zu warnen. “Jaja, das Virus, das man in den zwei Schwänen nachgewiesen hat ist hochpathogen!”, meldete sie sich. Ich war etwas perplex ob dieser Begrüßung, stellte mich nachträglich vor und erklärte ihr meine Situation. Ich sei ein potentieller Rügen-Urlauber und habe nur deshalb angerufen, um mir ein Bild von der Lage machen zu können, da die Nachrichten mir bisher kein eloquentes solches hatten vermitteln können.

Frau Schmidts Antwort auf die Frage, wie schlimm die Lage sei: “Es ist sehr schlimm. Aber Sie können trotzdem ruhig kommen, wenn Sie sich von toten Wildvögeln fernhalten.” Diese nämlich hätten das hochpathogene H5N1-Virus in sich, was jedoch nur im direkten Kontakt mit den Vögeln gefährlich werden könne, “also wenn Sie die toten Tiere beispielsweise streicheln oder gar küssen würden”.

“Küssen?”, fragte ich mich verdutzt. Nun, fremde Länder, fremde Sitten. Vielleicht war das auf Rügen üblich.

Schwäneknutschen als neuer Trendsport. Ich ließ den Gedanken vorerst beiseite, denn Frau Schmidt erklärte mir gerade, dass es zwar überall nur so von “toten Schwänen wimmle, man die Lage jedoch unter Kontrolle habe”. Viele Schwäne lägen auf dem Eis, auf das die Helfer derzeit nicht ungefährdet gehen könnten, um sie einzusammeln. Daher benötige man derzeit auch keine weiteren Helfer.

“Nun gut, keine Helfer, also doch Urlaub”, dachte ich und fragte weiter: “Gibt es Sperrzonen, in die man als Urlauber gar nicht mehr kommen kann?”

“Nein”, sagte Frau Schmidt “lediglich gewisse Gefahrenzonen, man kann als Urlauber jedoch noch überallhin gelangen. Allgemein ist es aber ratsam, den Kontakt mit toten Vögeln zu meiden und sie insbesondere nicht zu küssen”.
Schon wieder sollte ich keine Schwäne küssen. Die Frau erschien mir etwas kussfixiert. Ich ging auch diesmal nicht weiter darauf ein. Stattdessen stellte ich fest: “Das heißt also, es ist gar nicht so schlimm, wie es in den Nachrichten immer dargestellt wird?” Jetzt wurde Frau Schmidt ganz aufgeregt. “Doch, doch, das Virus ist hochpathogen, es ist sehr gefährlich. Sie dürfen die toten Schwäne auf gar keinen Fall streicheln oder küssen!”

Langsam nervte mich diese Sache mit dem Küssen wirklich. War es auf Rügen tatsächlich üblich, jeden toten Schwan zu berühren und ihm einen Abschiedskuss zu geben? Wurden hier wilde Strandparties gefeiert, Kuscheln mit wilden Schwänen? Oder war Frau Schmidt einfach nur reif fürs Wochenende? Ich ließ das Thema fallen. Frau Schmidt bekräftigte dagegen abschließend, solange man dies beachte, könne man Rügen ruhig besuchen kommen. Anschließend erklärte sie mir noch, dass man momentan auch verstärkt die Augen nach totem Gefieder aufhalte und “aktiv” nach toten Vögeln suche. Ich solle mir halt überlegen, ob ich kommen wolle. “Tja”, dachte ich bei mir. Rügen ist vermutlich sehr verwinkelt, die Klippen versperren die Sicht, wahrscheinlich muss man deshalb nach den vielen toten Vögeln aktiv suchen.”

Ich verabschiedete mich von Frau Schmidt und entschloss mich, bei den Einwohnern nachzufragen. Meine erste Station war Neuendorf auf Hiddensee.

Das Telefon klingelte, ich stellte mich vor und erklärte mein Anliegen. Offensichtlich kam mein Anruf nicht ungelegen, denn Herr Müller nahm sich sofort die Zeit, mir meine Fragen zu beantworten. Es waren dieselben, die ich Frau Schmidt gestellt hatte.
Doch Herr Müller schien ganz woanders zu leben. Er erzählte mir, dass das Sterben der Schwäne zu dieser Jahreszeit wohl ganz normal sei. “Jedes Jahr sammeln sich die Tiere in der geschützten Bucht des Wieker Boddens und des Rassower Stroms um dort zu überwintern. Dabei sterben jedes Jahr zig Schwäne, die zum Teil auf dem Eis festfrieren und dort liegen bleiben, zum Teil auch im Wasser treiben.” Das sei ganz unterschiedlich. “Nur dieses Jahr”, so meinte er, “kommt auf jeden toten Schwan ein eigenes Fernsehteam. Normalerweise sind die Schwäne auch jedes Jahr im Winter gefüttert worden.” Dieses Jahr sei das jedoch ausgeblieben. “Warum? Das wüsste ich auch gern.”

Auf jeden Fall seien dadurch eben viel mehr Vögel als sonst betroffen.

“Entweder erfrieren sie oder sie verhungern. Normalerweise wären diese Tiere dann von Aasfressern wie Füchsen aufgefressen und weggeräumt worden.” Ich fragte ihn, was er von der Pathogenität des Virus halte.

Seine Antwort blieb unbeirrt. “Ach, wissen Sie was, das war wahrscheinlich schon immer in den Vögeln drin. Das ist eben Natur. Nur, dass die Menschen daraus jetzt wieder so eine Riesengeschichte machen. Die könnten jetzt genausogut hingehen und ein paar toten Füchsen die Tollwut bescheinigen. Und trotzdem sind die nur verhungert, weil man ihnen ihr Futter vorenthalten hat – wie dieses Jahr den Schwänen. Und das, obwohl doch der Winter dieses Jahr sogar noch härter war, als in den letzten Jahren! Eine große Sauerei, wenn Sie mich fragen!” Herr Müller schwärmte noch kurz von den Vorteilen einer Rügenreise mit Aufenthalt auf Hiddensee. Vor allem in diesem Jahr, da es wohl ganz besonders leer und ruhig sein würde.

Mein nächster Zielort war Schaprode. Ich rief eine Dame an, die auflegte, während ich gerade meine Lage schilderte. Offenbar war ich nicht der erste Anrufer. Ich rief also die zweite Person in Schaprode an, Frau Meier. Frau Meier meldete sich mit freundlicher Stimme, aber leicht genervtem Unterton. Ich erklärte ihr, was ich auch Herrn Müller schon erklärt hatte und teilte ihr auch mit, dass ich bereits beim Gesundheitsamt in Bergen angerufen habe, mich die dortigen “Berater” jedoch noch mehr verwirrt hätten. Als sie das hörte verschwand der Unterton aus ihrer Stimme. Frau Meier begann zu erzählen. Ihre Geschichte ähnelte stark der von Herrn Müller, aber kaum der von Frau Schmidt. Das Gesundheitsamt selbst könne man ja nicht wirklich ernst nehmen, meinte sie denn auch. Zum Abschied lud sie mich sogar ein, sie in Schaprode im Laden zu besuchen.

Ich gab mich immer noch nicht zufrieden. Meine nächsten Opfer wohnten in Trent und Vaschvitz. Dabei bekam ich noch etwas anderes heraus: Auf meine Frage, ob es denn irgendwo abgesperrte Zonen gebe, sagte mir ein Mann: “Jaja, da hinten in der Pampa haben sie so Polizeiband gespannt, an ein paar Pfähle. Aber da kann man trotzdem hin, da ist keiner, der das kontrolliert.” Ähnliches hörte ich bei allen Angerufenen, darunter Bauern, Verkäufer und sogar ein Tierarzt.

Ich gestehe, ich blieb etwas verwirrt an diesem Freitag an meinem Telefon zurück. Als ich mir anschließend in der Küche einen Kaffee machte, kam Felix, ein Nachbar auf meinem Etagenflur im Wohnheim, hinein. Missmutig maulte er, dass er sich kaum noch traue, irgendwas zu essen. “BSE, Gammelfleisch, jetzt Vogelgrippe, nicht mal Grünzeug kann man essen, da sind Pestizide dran.”

Ich winkte ab. “Lass mal, ist alles halb so schlimm.” Dann erzählte ich ihm von meiner persönlichen Recherche. Und endete mit meinem Entschluss, mir die Sache selbst anzusehen. “Ich bringe Dir auch ein paar Schwanenfedern mit”, sagte ich grinsend. Felix schaute mich merkwürdig an. In seinen Augen lag eine Mischung aus Mitleid und Vorsicht. Dann schlurfte er aus der Küche. “Ich würde mir noch mal überlegen, ob ich das mache an deiner Stelle” meinte er beim Hinausgehen. “Die werden ja wohl nicht alle ungeprüft irgendwelchen Mist schreiben und weiterverbreiten. Die Journalisten werden schon wissen, wovon sie da berichten.”

Mit diesen Worten ließ er mich zurück.

Ich schaute aus dem Küchenfenster. “Schade, dass es hier im neunten Stock kaum Vögel gibt”, dachte ich. Immerhin, für Frankfurt war das sogar eine recht grüne Ecke, hinten raus hatten wir einen Friedhof. Wer tiefer wohnte, hörte im Frühling bestimmt auch mal den einen oder anderen Vogel zwitschern, zwischen dem Jaulen der Feuerwehrsirenen und dem Quietschen der U-Bahnen, wenn die in ihre Depots kurvten. “Trotzdem”, dachte ich. “Kein guter Platz für die Vogelgrippe.” Dann ging ich in mein Zimmer. Ich musste noch meinen Rucksack für Rügen packen.”

Quelle: faktuell.de vom 24. Februar 2006

KOMMENTAR: Der ist doch mal nicht schlecht – vielen Dank Herrn P. Berger!

“Bahnchef nennt den Norden eine Wüste”

Geschrieben am2. April 2006 in Allgemein, Presse | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

“Hartmut Mehdorn hat mit einer abfälligen Bemerkung über die A 20 „in der Wüste“ Norddeutschlands herben Protest ausgelöst.
Rostock (OZ/dpa) Mit unqualifizierten Äußerungen zu Mecklenburg-Vorpommern und zur Autobahn 20 (Lübeck-Stettin) auf einem Verkehrsforum in Berlin sorgt Bahnchef Hartmut Mehdorn für Ärger. Mehdorn hatte im Zusammenhang mit Bauplänen der Bahn laut „Berliner Zeitung“ gesagt: „Es muss reichen, wenn eine neue Autobahn in der Wüste zwischen Kiel und Stralsund gebaut worden ist. Da müssen wir nicht noch die Schiene ausbauen.“
Quelle: OZ vom 1./2. April 2006

UNSER KOMMENTAR: Der Spruch ist ja wohl echt der Hammer – aber die Krönung kommt erst:

“Der Wirtschaftsminister von MV, Otto Ebnet (SPD) meinte: „Herr Mehdorn ist keine ausgewiesene Koryphäe in Sachen Straßenbau. Deshalb sollte man seine Worte nicht auf die Goldwaage legen.“
ebenfalls Quelle OZ vom 1./2 April 2006

FAZIT: Die Äußerung des Vorstandsvorsitzenden eines der grössten deutschen SERVICE- und DIENSTLEISTER – Unternehmens?! – spricht wohl selbst genug für sich – also gegen ihn; ausserdem ist der Kommentar des Herrn Jan Emendörfer in derselben Zeitung gar nicht schlecht.

WENN ich mir die Erwiderung unseres Wirtschaftsministers ansehe…
….MANCHMAL ist wirklich Reden Silber und SCHWEIGEN GOLD!! -

- Also, dachte ich – (man ist ja auch nicht frei von Eitelkeit) – schau doch mal im Internet, was es so Neues gibt. Also gab ich bei GOOGLE als Suchbegriff “rügen erleben” ein…
…und was sah ich an DRITTER Stelle?

“Rügen erleben – [ Translate this page ]
Rügen erleben – … Rügen erleben. Nehmen Sie sich drei Tage Zeit und entdecken Sie die Insel Rügen. Lassen Sie sich berauschen von den Meereswellen und der …
www.bahn.de/regional/view/meckpomm/ fzn_jasmund_ruegen/ruegen_erleben.shtml – 16k – Cached – Similar pages”
(Quelle: Internet/google 2. April 2006)

…..OHNE WORTE!!!

Rügen zeigt Flagge – die Trauminsel erwartet ihre Gäste

Geschrieben am2. April 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

Spaziergang in Binz am 02.04.2006 Rügen zeigt Flagge

Die Insel Rügen steht heute ganz im Zeichen des Aktionstages “Rügen zeigt Flagge”. Alle Rüganer sind aufgerufen, der Welt zu zeigen, dass die Insel auf den nächsten Urlauberansturm vorbereitet ist. Keine Spur mehr von Vogelgrippe & Co.

Und tausende Einwohner und Gäste der Insel haben das schöne Frühjahrswetter genutzt, um am Strand des Ostseebades Binz entlang zu flanieren.

Alle Strände sind – wie jedes Jahr zur Vorosterzeit – vom Schmutz des letzten Winters gereinigt und laden zum ausgiebigen Spaziergang entlang der schönen Küsten zwischen Juliusruh und Göhren ein.  Aber auch sonst ist längst Normalität eingezogen.

“Akute Ansteckungsgefahr”

Geschrieben am1. April 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von vogel | 2 Kommentare

“Diese Wörter gehören ab sofort auf den Index

Schwerin • Von wegen – die Vogelgrippe hat den Menschen noch nicht erreicht. Man muss sich nur einmal umhören, dann merkt man schnell: Unsere Sprache ist längst infiziert. Akute Ansteckungsgefahr! Da hilft kein Tamiflu, sondern nur eine flinke Zunge. Hier erfahren Sie, welche Wörter und Redewendungen Sie ab sofort nicht mehr in den Mund nehmen sollten – und welche Alternativen es gibt.

kkk

Gänsehaut: Pfirsichhaut ist doch viel schöner, selbst Orangenhaut ist gesünder. Warme Kleidung und das Meiden von Gruselfilmen verringern das Restrisiko.

Wasserhahn: Warmduscher sind längst auf Einhebelmischbatterien umgestiegen, das sollten Sie jetzt auch tun.

Mit den Hühnern zu Bett gehen: In Zeiten der Vogelgrippe hochansteckend. Besser, Sie gehen mit Ihrem Partner ins Bett und stehen erst wieder auf, wenn kein Hahn mehr danach kräht.

Kranich-Linie: Die so bezeichnete Deutsche Lufthansa gehört noch immer zu den sichersten Airlines. Es ist aber möglich, dass Ihnen beim Langstreckenflug der Sitznachbar aus Asien den Virus ins Essen niest. Bleiben Sie im Land und steigen Sie aufs Auto um, falls es sich dabei nicht um eine Ente handelt.

Brathähnchen: Vom freiwilligen Verzehr wird abgeraten. Essen Sie lieber Goldbroiler.

Cats: Tiernahe und tierverherrlichende Kompositionen sind sofort abzusetzen, weil deren Ohrwürmer den H5N1-Virus weiter verbreiten könnten. Gilt auch für Operetten wie den “Vogelhändler”.

Schwanensee: Der sterbende Schwan muss nach jeder Ballettaufführung aus Sicherheitsgründen als Sondermüll entsorgt werden.

“Die wilden Hühner“: Die gleichnamige Mädchen-Clique aus dem Kinderbuch von Cornelia Funke ist in “Die wilden Backfische” umzubenennen, ebenso der Film, der gerade in den Kinos läuft.

Peepshow: Pfui – obwohl da ja sowieso nie einer hingeht. Falls doch – Besuch nur im Ganzkörperkondom (Gummianzug).

Schnabeltasse: Hochgefährlich, da Oralkontakt. Heißt ab sofort Rüsseltasse.

Krähe: Als Bezeichnung für die Ehefrau absolut verboten. Denken Sie positiv: Lieber “Schatzi” sagen, dann vermeiden Sie auch geschlechtsspezifische Diskriminierungen.

Krähenfüße: Hochansteckend. Termin beim Schönheitschirurgen besorgen oder nur noch mit Sonnenbrille das Haus verlassen.

The Byrds: Dürfen nicht mehr gespielt werden. Diese Musik kann den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen.

Pekingente: Vergewissern Sie sich bei Ihrem Lieblings-Chinesen, dass er bei der Zubereitung dieses Gerichts wie immer Hundefleisch verwendet hat.

Den Schnabel halten: Anderen den Schnabel zu halten, ist nicht mehr virensicher. Selbst den Mund zu halten, wird vor allem übereifrigen Ministern empfohlen.

Strauß, Franz-Josef: Ist zwar lange tot, dennoch sollte der nach ihm benannte Flughafen in München in Tamiflu-Airport umbenannt werden.

Schwalbe: Weit verbreitetes Fußballphänomen. Eine Keulung des entsprechenden Spielers wird wegen Ansteckungsgefahr empfohlen.

Federball: Nur für Profis gefährlich, die Naturfederbälle verwenden (kommen nämlich zu 90 Prozent aus China). Trendbewusste spielen sowieso längst Badminton!

Bundesadler: Unterliegt ab sofort der Stallpflicht.

Michaela Christen: Autorin dieser Zeilen. Steht nach dem Schreiben unter Quarantäne.”

Quelle: Schweriner Volkszeitung 31. März 2006

KOMMENTAR: MEIN LIEBER SCHWAN!!

Die Rache der Gefiederten.jpg