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Graffiti auf Rügen – Kunst oder Plage?

Geschrieben am24. Juni 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von vogel | 2 Kommentare

Die Ostseezeitung berichtet in ihrer Wochenendausgabe (Rügener Zeitung) von dem akribischen Kampf gegen junge Sprayer auf der Insel Rügen. Angeführt wird als Beispiel aber auch die Maßnahme des örtlichen Energieversorgers, um Graffiti vorzubeugen. Zweifellos ist es für Betriebe und Privatleute ein Ärgernis, ihre Häuser derart “verziert” zu bekommen. Wäre es nicht sinnvoll, die Kreativität der (zumeist jugendlichen) Künstler pädagogisch in entsprechende Bahnen zu lenken, statt sie als Straftäter abzustempeln?!

“Deutschland hat keine Identität”

Geschrieben am21. Juni 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

“Bundesweit gibt wohl kaum noch Straßen, die nicht seit Tagen mit der schwarz-rot-goldenen Fahne geschmückt sind. Ob an Fenstern, Balkons oder Autoscheiben, die deutsche Fahne hat Hochkonjunktur. Trotzdem glaubt der Düsseldorfer Maler Markus Lüpertz nicht an eine schwarz-rot-goldene Zukunft: ‘Ich glaube, dass das Volk auseinander bricht’, sagte Lüpertz einer Zeitung und erklärte, dass es nichts gebe, was das Volk angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise zusammenhalten könne: ‘Das macht Deutschland so unerfreulich. Es hat, trotz der aktuellen WM-Euphorie, keine nationale Identität.’

Foto - rpo Falk Janning.jpg

Markus Lüpertz

‘Das Einzige, was von Schwarz-Rot-Gold übrig geblieben ist, ist das Gelb. Die Farbe für Neid, für Aggressionen, für eine gewisse Art von Hinterlist’, so Lüpertz, der seit über 20 Jahren an der Kunstakademie Düsseldorf lehrt und zu den wichtigsten zeitgenössischen deutschen Künstlern gehört. Im Gespräch mit der Wochenzeitung ‘die Zeit’ sagte Lüpertz weiterhin, dass die alte Bundesrepublik Immenses geleistet habe, seit der Wiedervereinigung sei es jedoch, ‘als wäre ein DDR-Virus eingewandert’. Die Einheit habe Deutschland zurückgeworfen und Dinge hervorgerufen, die es vorher nicht gegeben habe, zum Beispiel Rassismus.”….

…”Lüpertz beklagt einen Niedergang der Bildung: ‘Wir leiden unter einer unheimlichen Verblödung in Deutschland.”

Quelle:RP ONLINE vom 21. Juni 2006

KOMMENTAR: Ich kenne Herrn Lüpertz nicht, finde aber einige seiner Äußerungen ziemlich “eigenartig”, um es mal vorsichtig auszudrücken.

1. Er lehrt also seit über 20 Jahren und beklagt die unheimliche Verblödung in Deutschland?!!

2. Mit der deutschen Wiedervereinigung ein “DDR-Virus eingewandert” und die deutsche Einheit hat Deutschland zurückgeworfen und “Rassismus hervorgerufen, den es vorher nicht gab”?!!

LEUTE – IST DAS NUN EIN BEISPIEL FÜR DIE VIELZITIERTE “MAUER IN DEN KÖPFEN” ODER HAB ICH HIER WAS VERKEHRT VERSTANDEN?!

Was meint ihr dazu??

„Alborada – Ruf der Liebe“ erklingt auf Rügen

Geschrieben am20. Juni 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

Seit mehreren Jahren ist das Ensemble Theatrum zu Gast auf Rügen. Unter anderem traten die Künstler bisher auf in der Bergener Marienkirche, in der Hansestadt Stralsund, im Ostseebad Göhren und in der Uferkapelle Vitt auf der Halbinsel Wittow. In dem Schauspiel-Konzert begegnen sich die Kultur Persiens und Andalusiens . Die Kastagnettenvirtuosin Friederike von Krosigk, der Flamencogitarrist Gerald Gürtler und der iranische Musiker Vahid Shahidifar leben den Dialog der Kulturen, überwinden mit ihrer Interpretation geographische und gesellschaftliche Barrieren. Die sensibel arrangierten Bulerias, Soleares und anderen andalusisch geprägten Rhythmen und Melodien werden Vahid Shahidifars Liedern persischer Klassik gegenübergestellt, Frierike von Krosigk verbindet mit ihren Konzertkastagnetten und im Tanz morgenländische und abendländische Musiktradition und -kultur. Gerald Gürtler unterlegte die persischen Lieder mit Flamencorhythmen und arrangierte spanisch-persische Santur- und Gitarrenstücke.

„Alborada – Ruf der Liebe“ ist nochmals am 21. Juni um 20.00 Uhr in der St.-Johannis-Kirche Sassnitz zu erleben.

Alborada - Ruf der Liebe.jpg

Quelle Foto: Ostseezeitung

Unser Fazit: Nach dem Besuch dieser Veranstaltung in der Kapelle Vitt (zu der leider nur ca. 25 Gäste erschienen waren) kann ich dieses Konzert absolut empfehlen. Ein gelungener Beitrag im Bereich ‘Kultur auf der Insel Rügen’ – nicht zuletzt auch durch die völlige Hingabe der Künstler an ihre Musik!

“Deutschland erstes Land im Ostseeraum ohne ‘hot spots’ “

Geschrieben am15. Juni 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von vogel | Kommentare deaktiviert

 

‘Die Küstengewässer prägen maßgeblich das landschaftliche Bild Mecklenburg-Vorpommerns. Sie bilden einen Anziehungspunkt für
zahlreiche Touristen und sind somit ein Pfund, mit dem unser Land
wuchern kann’ sagte Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling heute
(15. Juni 2006) anlässlich des ‘11. Gewässersymposiums zum Zustand
der Küstengewässer gestern, heute und morgen’ in Güstrow. ‘Eine gute Badewasserqualität und ein guter ökologischer Zustand dieser Gewässer
sind daher von größtem wirtschaftlichem Interesse…’
Etwa die Hälfte der heutigen Weltbevölkerung lebt an bzw. in unmittelbarer Nähe zur Küste. Auch in Mecklenburg-Vorpommern liegen viele Siedlungszentren wie Rostock, Stralsund, Greifswald und Wismar, von denen in der Vergangenheit erhebliche Belastungen für die angrenzenden Gewässer ausgingen, an der Küste…

… Nachdem sich die Ostseeanrainerstaaten Mitte der 1980er Jahre im Rahmen der Helsinki-Konvention zu einer Halbierung der Nährstoff- und Schadstoffeinträge bis 1995 verpflichtet hatten, wurde im Jahr 1992 eine Liste von 132 Belastungsschwerpunkten (‘hot spots’) erarbeitet. Deutschland ist das erste Land, an dem alle acht ‘hot spots’ von der HELCOM-Liste gestrichen werden konnten. Im Einzelnen betraf dies neben den Kläranlagen in Rostock, Stralsund, Greifswald, Neubrandenburg, Stavenhagen/Malchin, Lübeck und Wismar auch die Landwirtschaft auf der Insel Rügen. Im gesamten Ostseeraum konnten bis zum August 2005 bereits 54 der 132 ‘hot spots’ gelöscht werden. An der Beseitigung der restlichen 78 Belastungsschwerpunkte wird in den betreffenden Ländern gearbeitet…

… ‘Trotz dieser Fortschritte sind unsere Küstengewässer von einem optimalen, natürlichen Zustand, wie es die strengen Kriterien der EU-Wasserrahmenrichtlinie fordern, weit entfernt. Diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine große und langfristige Aufgabe’, so Umweltminister Methling.”

Quelle: MVregio 15. Juni 2006

UNSER KOMMENTAR: Schön, dass Deutschland und damit Mecklenburg Vorpommern hier so eine positive “Vorreiter-Rolle” einnehmen. Zeitgleich möchten wir aber nochmals mit Nachdruck darauf hinweisen, dass jeder von uns – auch du und ich – seinen Beitrag dazu leisten kann UND MUSS, dass unsere Seen sauberer werden, unsere Strände nicht “vermüllt” werden und unsere Natur so traumhaft bleibt!

im Netz gefischt…

Geschrieben am13. Juni 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

…haben wir und wieder mal ist uns ein großer Brocken ins selbige geraten:

“Rügen-Fans können aufatmen: Seit mehr als vier Wochen gibt es auf Rügen keine neuen Fälle der Vogelgrippe. Die Sperrgebiete wurden aufgehoben, ebenso wie die meisten Schutzzonen. Rügen ist gerade jetzt wieder eine Reise wert, betont Manfred Sander, Sander Touristik GmbH, der seit mehr als 15 Jahren Feriendomizile auf der Insel vermittelt. Es bestehe keine Gefahr für Urlauber, so das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz….”

Hier fiel mir das erste Mal die Kinnlade herunter – aber es kommt noch dicker:

“…Die Normalität des Alltags ist auf Rügen zurückgekehrt. Nach den Schreckensmeldungen durch die Vogelgrippe gibt es seit mehr als vier Wochen nun bereits keine neu erkrankten Tiere. Die Situation hat sich komplett beruhigt, alle Sperrbezirke wurden aufgehoben, ebenso wie die meisten Schutzzonen. ‘Wir blicken der kommende Touristik-Saison optimistisch entgegen’, betont Manfred Sander, Inhaber des Spezial-Reiseveranstalters für Feriendomizile auf Rügen. Der Schrecken sei groß gewesen, doch jetzt freuen sich Vermieter, Hoteliers und alle sonstigen Gastgewerbe auf der Insel mit ihren Urlaubern auf einen schönen, sonnigen Sommer. Außerdem sei noch einmal darauf hingewiesen, dass Kinder überall unbesorgt spielen können. Die Strände werden im Sommer regelmäßig gereinigt. Tote Tiere sollte dennoch grundsätzlich wie allgemein üblich niemand anfassen.
Olympia-Sieger Michael Greis, der so traumhaft in Turin drei Mal Biathlon-Gold holte, lässt sich von der Vogelgrippe nicht abhalten. Gerne folgt er, ebenso wie weitere Olympia-Sieger von Turin, der Einladung Rügens auf die vielfältige Insel, die so ihre Weltoffenheit und Gastfreundschaft ein weiteres Mal unter Beweis stellt.”

Quelle: openpr.de vom 8. Juni 2006

UNSER KOMMENTAR: (Wir wollten diesen Text anfangs nur auszugsweise veröffentlichen – sozusagen die wesentlichen Stellen. Aber uns fehlten dermaßen die Worte, dass wir beschlossen, das ganze Teil zu bringen.)

Aus diesem Machwerk geht hervor, dass der Hr. Sander Touristiker ist und zwar hier auf der Insel Rügen. Wieso habe ich nur den Eindruck, dass dieses Statement der Insel Rügen im allergünstigsten Fall vielleicht nicht sehr schadet??!


Sommer auf Rügen – Urlaub und Meer

Geschrieben am12. Juni 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

So, das erste WM – Wochenende ist überstanden. Die nahezu tropischen Temperaturen konnte man ja schon als Zuschauer kaum ertragen – es sei denn gar nicht bis sehr leicht bekleidet oder mit den Füßen in der Ostsee. Bis zum nächsten Einsatz der deutschen Elf sind es ja noch zwei Tage – hoffentlich genug Zeit für die entsprechende Vorbereitung? Denn gegen Polen werden sich unsere Kicker sicher etwas einfallsreicher zeigen müssen, spielen jene doch mit dem Rücken zur Wand!

Bleiben die Partien so spannend und das Wetter so traumhaft, dann wird der Sommer 2006 wohl nicht nur bei uns auf der Insel Rügen als Fußballsommer schlechthin in die Geschichte eingehen.

Ostsee, Strand und Sonne = Rügen erleben.jpg

Wie wär’s: Schreiben Sie uns Ihre Erlebnisse und Eindrücke – wo und wie sehen Sie die Spiele ‘06. Auf dem Zeltplatz in Nonnevitz, oder beim Angeln am Strelasund, in der Pension auf Hiddensee, oder auf der Leinwand in Ihrem Hotel?! Was unternehmen Sie, wenn gerade nicht gespielt wird – baden in der Ostsee, surfen auf dem Bodden, radeln durch die Heide oder wandern durch die Wälder Rügens?!

…in letzter Minute von der Insel Rügen

Geschrieben am9. Juni 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

fast verpasst – keine Stunde mehr bis zum Beginn des größten, spektakulärsten und wohl medienwirksamsten Sportereignisses 2006. Millionen Menschen rund um den Globus – (“rund 32 Milliarden Zuschauer weltweit’ werde die FIFA WM 2006â„¢ haben, verkündete FIFA-Chef Sepp Blatter”) – haben diesen Zeitpunkt seit Wochen herbeigesehnt. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – Fernseher werden zurechtgerückt, Parabolspiegel feinjustiert, ausreichende Biervorräte eingekühlt, Ehefrauen und Kinder bekommen letztmalig die Verhaltensregeln für den Ausnahmezustand ab 18.00 Uhr.

Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite, die Spannung steigt, mancherorts auch schon die Euphorie. Deutschland als Gastgeber eröffnet die Weltmeisterschaft ‘06 gegen Costa Rica. Vier Wochen Spannung stehen uns bevor: wer ist der Favorit, gewinnt ein Außenseiter – wer bleibt am Ende übrig?

Wir wünschen allen Fußballfans vier tolle Wochen, faire und spannende Spiele und endlich einen verdienten Sieger;

vor allem aber, dass der Grundgedanke wieder an Bedeutung gewinnt: Sport als Ausdruck der internationalen Völkerverständigung, Verständnis und Akzeptanz über geographische, nationale und gesellschaftliche Barrieren hinweg – im Sinne des 2006 FIFA World Cup Germanyâ„¢ – Slogans: “Die Welt zu Gast bei Freunden”

Auf eine gelungene Auftaktpartie und Ihnen ein schönes Wochenende!!

Herzliche Grüße von der Sonneninsel

Ihr ruegenerleben – Team

“WM beeinflusst Urlaubspläne… Bundesbürger zu Urlaub und Reisen 2006″

Geschrieben am8. Juni 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

"....Egal, ob während oder nach der Fußball-Weltmeisterschaft, die
Mehrheit der Reisehungrigen zieht es an den Strand. Mit knapp 58
Prozent ist Badeurlaub auch in diesem Jahr klarer Favorit.
Vor allem bei den 30- bis 49-Jährigen sowie bei Familien mit Kindern unter 14
Jahren sind Sonne, Meer und Erholung pur gefragt....
....Jeder Vierte erholt sich beim Wandern oder Fahrrad fahren und jeder Fünfte setzt
auf Kultur- bzw. Erlebnisreise. Aktivurlaub ist vor allem bei den über 50-Jährigen angesagt:
37 Prozent planen einen Wander- oder Fahrradurlaub,  35 Prozent eineStädte- oder
Sightseeing-Tour und gut jeder Vierte eine Kultur- bzw.Erlebnisreise...."
Quelle: Presseportal/ Mediaedge:cia vom 8. Juni 2006
UNSER KOMMENTAR: Also - worauf warten Sie noch?! - Auf an die Ostsee, auf nach Rügen!
Sonneninsel Ruegen Schlauchboot am Sandstrand.JPGUrlaub und Sport an der Ostsee.jpg
Macht das nicht Lust auf Meer?!
    

Sommer, Sonne, Strand, Meer…

Geschrieben am7. Juni 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von vogel | 2 Kommentare

…Ostsee, Urlaub, Ferien…

Sie haben keine Lust auf “summer in the city”? – Wie wäre es mit einem Urlaubstrip auf Deutschlands größte Insel?!

Rügen erleben – wandernd, per Fahrrad oder mit dem Pkw.

Kilometerlange Sandstrände, verlassene Buchten, Rad- & Wanderwege – Rügen hat von allem etwas – egal ob Sie segeln oder surfen, angeln oder sonnenbaden, Schiff fahren oder ein Boot mieten wollen.

Vielleicht schon mal einige Impressionen…

Insel Ruegen Ahoi.jpg Sonne und Meer.JPG Hafenromantik auf Ruegen1.jpg

“Rügener Kreidefelsen mit Prädikat ‘Nationales Geotop’ ausgezeichnet”

Geschrieben am6. Juni 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

“Die Akademie der Geowissenschaften zu Hannover hat die Kreidefelsen auf Rügen mit dem Prädikat ‘Nationales Geotop’ ausgezeichnet.

Bundesweit seien von 180 eingereichten Vorschlägen 77 ‘außergewöhnliche und allgemein zugängliche Naturschönheiten zwischen Küsten und Alpen’ prämiert worden, teilte die Akademie heute in Hannover mit. Ziel der Prädikatsverleihung sei, die Öffentlichkeit auf die geologischen Sehenswürdigkeiten in Deutschland aufmerksam zu machen und so den touristischen Nutzen zu fördern.

Allen ausgezeichneten Geotopen sei gemeinsam, dass an ihnen die geologische Geschichte und Entwicklung der Erde “besonders anschaulich” ablesbar sei, hieß es weiter. Die Jury habe unter anderem auch bewertet, ob die verschiedenen Objekte für den Besucher zugänglich sind sowie fachlich angemessen präsentiert und gepflegt werden.”

Foto: Archiv

Quelle: MV Regio vom 30.05.2006

UNSER KOMMENTAR: Das Bild ist nur ein kleiner Vorgeschmack. Wir empfehlen einen Rügen-Besuch, um sich von der Schönheit & Vielseitigkeit der Ostseeküste verführen und inspirieren zu lassen – ganz so wie seinerzeit Johannes Brahms und Caspar David Friedrich!

“Mallorca droht Quallenplage”

Geschrieben am1. Juni 2006 in Allgemein | add to del.icio.us von vogel | Keine Kommentare

“Explosionsartig vermehren sich die Leuchtquallen im gesamten westlichen Mittelmeer. Die Wissenschaft steht vor einem Rätsel.”

“Madrid (dpa) Für einen Durstigen gibt es kaum eine härtere Prüfung, als ein Wasserglas vor sich zu haben und nicht davon trinken zu dürfen. So ähnlich könnte es in diesem Sommer zahllosen Urlaubern auf Mallorca und an der spanischen Mittelmeerküste ergehen: Tausende von ihnen werden möglicherweise in der Hitze vor dem blauen Meer stehen, aber sie können kein erfrischendes Bad in den Fluten nehmen, weil das Wasser voller Quallen ist. Die Experten erwarten für den Anfang des Sommers eine größere Quallenplage vor den Balearen und an der Mittelmeerküste des spanischen Festlands. ,Es sieht nicht gut aus’, sagte der Biologe Damià Jaume vom Institut für Mittelmeerstudien. Der Wissenschaftler hatte bei den – Mallorca vorgelagerten – Inseln Cabrera und Dragonera sowie vor Süditalien ,riesige Bänke von Quallen’ gesichtet. ,Die Quallen vermehren sich anscheinend explosionsartig im gesamten westlichen Mittelmeer’, warnte er. Schon im vorigen Sommer hatte eine größere Plage spanische Strände heimgesucht. Auf Mallorca und an der Festlandküste wurde vereinzelt sogar die Rote Flagge gehisst und Badeverbot erteilt, weil es im Meer von Quallen nur so wimmelte. Allein an der Costa Brava und an den Stränden von Barcelona mussten über 11 000 Badegäste behandelt werden, weil sie sich an den Nesselfäden der Tiere ,verbrannt’ hatten. In diesem Jahr scheint die Plage sich nicht nur zu wiederholen, sondern sogar noch früher einzusetzen. Auf Mallorca und bei Barcelona wurden bereits die ersten Quallen angeschwemmt. Das Kommen und Gehen der Tiere scheint bestimmten Zyklen zu folgen, die die Wissenschaftler vor Rätsel stellen. ,Dies ist eines der größten Geheimnisse der Meeresbiologie’, meint Jaume. ,Wer es lüftet, wird bestimmt den Nobelpreis bekommen.’ Bei den Quallen handelt es sich wie im Vorjahr wieder um die Leuchtquallen (Pelagia noctiluca). Sie sind zwar nur etwa zehn Zentimeter groß, aber ihre meterlangen Tentakel haben es in sich. Die Berührung kann nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch zu Hautirritationen, Schwindel und Übelkeit führen. Der Name leitet sich daher ab, dass die rosa schimmernden Quallen zu leuchten beginnen, wenn sie sich gestört fühlen. Ein wichtiger Faktor bei der Quallenplage ist nach Ansicht der Experten die Erwärmung des Wassers. Das westliche Mittelmeer ist derzeit ein Grad wärmer als normal.”

Quelle: OZ vom 1. Juni 2006

Unser Kommentar: Was wird zum Schutze der Touristen unternommen, die Ihren Spanien-Urlaub am Mittelmeer gebucht haben – Eine ähnliche Prophylaxe wie kürzlich in Mecklenburg-Vorpommern (anlässlich einer Erkrankung namens Vogelgrippe), von deren Wirksamkeit wir auf der Insel Rügen und an der gesamten Ostseeküste heute noch “profitieren”???

Tipp: MV verfügt über einen erprobten Krisen-Manager, Landwirtschaftsminister Till Backhaus. Wäre es nicht hilfreich, zur Unterstützung der spanischen Kollegen einen so versierten Mann ans Mittelmeer zu delegieren?! (vorausgesetzt, Herr Backhaus wäre abkömmlich & bereit, eine solche Aufgabe zu übernehmen!)